Beschäftigung von Jugendlichen in der Schweiz: Regeln, Alter und Arbeitszeiten

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Jugendliche dürfen in der Schweiz nur unter bestimmten Bedingungen beschäftigt werden. Das Arbeitsgesetz (ArG) enthält klare Vorschriften zu Mindestalter, Arbeitszeiten und Schutzbestimmungen.

In diesem Beitrag erfahren Sie die wichtigsten Regeln – verständlich erklärt und rechtlich korrekt.

Beschäftigung von Jugendlichen: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Mindestalter: Grundsätzlich ab 15 Jahren
  • Ausnahmen: leichte Arbeiten ab 13 Jahren möglich
  • Arbeitszeit: max. 9 Stunden pro Tag
  • Arbeitszeiten: bis 20 Uhr (<16 Jahre), bis 22 Uhr (>16 Jahre)
  • Nacht- und Sonntagsarbeit: grundsätzlich verboten

Wer gilt als Jugendlicher?

Als Jugendliche gelten in der Schweiz alle Arbeitnehmenden bis zum vollendeten 18. Altersjahr.

Für diese Gruppe gelten besondere Schutzvorschriften, um Gesundheit, Sicherheit und Entwicklung zu gewährleisten.

Ab wann dürfen Jugendliche arbeiten?

Grundsätzlich dürfen Jugendliche erst ab dem vollendeten 15. Altersjahr beschäftigt werden.

Ausnahmen vom Mindestalter

Unter bestimmten Voraussetzungen sind Ausnahmen erlaubt:

  • Ab 13 Jahren: leichte Arbeiten (z. B. Ferienjobs, Botengänge)
  • Unter 15 Jahren: Einsätze bei kulturellen, sportlichen oder künstlerischen Tätigkeiten möglich
  • Spezielle Bewilligungen: je nach Kanton oder Ausbildung

Wichtig: Die Tätigkeit darf die Gesundheit, Entwicklung oder Schulbildung nicht beeinträchtigen.

Arbeitszeiten für Jugendliche

Alter

13 -15 Jahre
15-16 Jahre
16 - 18 Jahre

Maximale Arbeitszeit

eingeschränkt
max. 9 Std. pro Tag
max. 9 Std. pro Tag

Arbeitszeitrahmen

leichte arbeiten
bis 20 Uhr
bis 22 Uhr

Weitere Vorgaben:

- Die tägliche Arbeitszeit darf 9 Stunden nicht überschreiten

- Die gesamte Arbeitsperiode (inkl. Pausen) muss innerhalb von 12 Stunden liegen

Nacht- und Sonntagsarbeit

Jugendliche dürfen grundsätzlich nicht nachts oder an Sonntagen arbeiten.

Ausnahmen:

- Im Rahmen der beruflichen Grundbildung möglich

- Nur mit Bewilligung und unter bestimmten Voraussetzungen

Diese Regeln dienen dem Schutz der Gesundheit und Entwicklung der Jugendlichen.

Verbotene und eingeschränkte Arbeiten

Jugendliche dürfen keine gefährlichen Arbeiten ausführen.

Dazu zählen Tätigkeiten:

- mit erhöhtem Unfallrisiko

- mit gesundheitlichen Gefahren

- die die persönliche Entwicklung beeinträchtigen können

Ausnahmen sind nur im Rahmen einer beruflichen Ausbildung möglich und streng geregelt.

Was müssen Arbeitgeber beachten?

Arbeitgeber haben besondere Pflichten bei der Beschäftigung von Jugendlichen:

  • Altersnachweis prüfen
  • Arbeitszeiten strikt einhalten
  • Jugendliche nicht überlasten
  • Schutzvorschriften einhalten
  • Gefahrentätigkeiten vermeiden
  • Eltern bei Bedarf informieren

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften ist entscheidend, um rechtliche Risiken zu vermeiden.

Gesetzliche Grundlage (Arbeitsgesetz Art. 29–31)

Die wichtigsten rechtlichen Bestimmungen finden sich im Schweizer Arbeitsgesetz (ArG):

  • Art. 29 ArG: Jugendliche bis 18 Jahre unterstehen besonderem Schutz 
  • Art. 30 ArG: Mindestalter grundsätzlich 15 Jahre 
  • Art. 31 ArG: Regelungen zu Arbeitszeit und Ruhezeit

Zusätzlich gelten: Verordnung 5 zum Arbeitsgesetz (ArGV 5)

Häufige Fragen zur Beschäftigung von Jugendlichen

Ab wann darf man in der Schweiz arbeiten?

Grundsätzlich ab 15 Jahren. Leichte Arbeiten sind ab 13 Jahren erlaubt.

Wie lange dürfen Jugendliche arbeiten?

Maximal 9 Stunden pro Tag, abhängig vom Alter.

Bis wann dürfen Jugendliche arbeiten?

Bis 20 Uhr für unter 16-Jährige und bis 22 Uhr für Jugendliche ab 16 Jahren.

Ist Nachtarbeit erlaubt?

Nein, Nachtarbeit ist grundsätzlich verboten, ausser in speziellen Ausnahmefällen.

Dürfen Jugendliche am Sonntag arbeiten?

Nein, grundsätzlich nicht. Ausnahmen gelten für bestimmte Branchen oder Ausbildungen.

Fazit

Die Beschäftigung von Jugendlichen in der Schweiz ist klar geregelt.

Arbeitgeber müssen insbesondere das Mindestalter, die Arbeitszeiten und die besonderen Schutzvorschriften beachten.

Wer diese einhält, schafft sichere Arbeitsbedingungen und vermeidet rechtliche Risiken.


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